Trekkingstöcke richtig einsetzen


Man sieht sie inzwischen fast überall: Trekkingstöcke. Sollen sie doch die Gelenke entlasten und die Sicherheit und Performance beim Gehen verbessern. Doch bei näherem Hinsehen treibt es einem das Wasser in die Augen wenn man sieht, wie häufig die Stöcke falsch eingesetzt werden. Dabei ist es eigentlich ganz einfach.


Die Handschlaufe und das richtige Greifen:

Trekkingstöcke entfalten nur dann ihre volle Wirkung, wenn sie richtig gegriffen werden. Dabei spielt insbesondere die Handschlaufe eine wichtige Rolle. Sie soll nicht nur verhindern, dass der Stock verloren geht, sondern - und das ist viel wichtiger - sie nimmt die Belastung auf und ermöglicht einen flüssigen Bewegungsablauf.

Fehler Nr.1: Die Hand greift den Stock nur am Griff:


Bei dieser Haltung umfasst die Hand nur den Griff. Die komplette Belastung liegt auf dem Handgelenk. Beim Gehen muss das Handgelenk unnatürlich abgewinkelt werden, um den Stock einzusetzen (besonders bergab). Gelenkschmerzen und Blasen können relativ schnell auftreten.

Fehler Nr. 2: Die Hand greift von hinten durch die Schlaufe


Einziger Unterschied zu Fehler Nr. 1: Der Stock kann nicht so leicht verloren gehen. Zieht man die Handschlaufe komplett zu, kann ein kleiner Teil der Last auf die Schlaufe verteilt werden. Eine optimale Kraftverteilung wird jedoch auch hier nicht erreicht.

Und so ist es richtig:



Man greift mit der Hand von Unten durch die Handschlaufe! Dadurch legt sich die Schlaufe straff um die Hand. Die Finger greifen den Griff nur lose. Durch diese Haltung, wird ein Großteil der Belastung auf die Handschlaufe und somit auf den Handballen abgeleitet. So wohl bergauf, als auch bergab lässt sich sehr viel Druck aufbauen und die Beine merklich entlasten. Im ebenen Gelände kann der Stock zusätzlich Schub geben. Wie beim Nordic Walking muss er aber bis zur Hüfte durchgeführt werden. Mit etwas Übung reicht es, die Griffe nur noch locker zwischen Daumen und Zeigefinger zu halten. Der Großteil der Kraft wird auf die Handschlaufen ausgeübt.
In sehr steilem Gelände kann man sich auch oben auf den Griffen abstützen. Die Hände bleiben aber nach wie vor in den Schlaufen.


Die richtige Stocklänge:

Grundsätzlich gilt: Die Arme sollten sich im 90° Winkel zum Stock befinden. Bergauf kann man die Stocklänge dann etwas kürzen, bergab etwas verlängern. Ich selbst verändere die Länge allerdings nicht.

Und hier nochmals alles in bewegten Bildern:




Kommentare

  1. Die Handschlaufe aber besser aus Sicherheitsgründen nicht auf ausgesetzten Wegen nutzen. Besser den Stock verlieren, als das Leben. Viele Grüße und Danke für die tollen Berichte. Ansgar

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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